Das Papiertheater Kollektiv Zunder brennt für libertär-emanzipatorische Politiken und macht Theater an der Schnittstelle von Geschichte, Aktionismus und Medienkunst.

 

 

 

Pannekoeks Katze –

Die Sache mit den Räten

1918 flammte auch in Wien die Rätebewegung auf: Selbstverwaltung, Herrschaftsfreiheit, Schluss mit der repräsentativen Politik! Anlässlich 100 Jahre österreichische Rätebewegung begibt sich das Papiertheater Kollektiv Zunder mit dem Papiertheaterstück Pannekoeks Katze auf eine Spurensuche in Wien und Umgebung.

 

Im Jahr 1918, als das Alte nicht mehr funktionierte und noch kein Neues da war, wagten Arbeiter_innen an vielen Orten Mitteleuropas, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. In Österreich bot der Jännerstreik den nötigen Zunder, bald waren Fabriken, Kasernen und mitunter ganze Stadtviertel in Räten organisiert. Dem bürgerlichen Staat sollte seine Entbehrlichkeit vor Augen geführt werden.

 

Die Rätekommunist_innen Leo Rothziegel, Berta Pölz, Hilde Wertheim und Franz Wippel sind die Protagonist_innen des Papiertheaterstücks Pannekoeks Katze – der Titel nimmt Bezug auf den gleichnamigen Theoretiker des Rätekommunismus und auf das Symboltier des Wilden Streiks, die schwarze Katze. Oder handelt es sich hierbei vielleicht doch um Schrödingers Katze?

 

Das kollektiv entwickelte Stück erzählt von der kurzen und produktiven Phase der Wiener Rätebewegung, von der Vielfältigkeit ihrer politischen Zusammensetzung, den sich auftuenden politischen Freiräumen und dem Aufflackern der Idee einer herrschaftsfreien Gesellschaft.

 

 

 

 

 

Bühnenbild, Animationen und Regie: Nicole Szolga
Grafik und Illustration: Martina Bartik
Visual effects: Juri Haumer
Stückentwicklung: Ursula Knoll, Andi Pavlic, Eva Schörkhuber
Bühne und Recherche: Peter Haumer
Wissenschaftlicher Beirat: Robert Foltin, Brigitte Rath
Produktion: Anna Leder
Musik: Lina Neuner (Kontrabass), Birgit Michlmayr (E-Gitarre)
Besonderer Gast (Vortrag): cyberrudi